so geht ein Jahr zu Ende …

Liebe Leserinnen und Leser.

Ich hoffe Ihr hattet alle eine schöne Weihnachtszeit.

Ich wünsche einen guten Rutsch in das neue Jahr 2015 allerseits.

Lasst die Korken knallen 🙂

Eure Bambi Szeen

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Weihnachtsgrüße

Liebe Leserinnen und Leser,

ich verabschiede mich in die Winterferien und wünsche Euch allen eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Eure Bambi Szeen

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Virtual Identity runs wild: Von Romantik und dem Online-verloren-Sein

Im heutigen, elektronischen Kommunikationszeitalter verändert sich der Prozess der Identitätsfindung erheblich. Nicht nur, dass sich dieser Begriff durch viele sogenannte virtuelle Identitäten im Internet und den neuen Online-Medien erweitert hat, nein, der Prozess ist schneller, komplexer, teilweise anonymer, riskanter und muss gelernt sein. Denn einerseits stellen virtuelle Identitäten, sprich mehrere Persönlichkeiten und Positionen in den unterschiedlichen virtuellen Gruppen und Welten, einfach einen neuen, nicht zu unterschätzenden Teil des Sozialisationsprozesses dar. Andererseits droht aus meiner Sicht auch der reale Anteil darunter zu leiden und das nachhaltig: Das Gleichgewicht zwischen eigenen und fremden Erwartungen scheint sich doch immer mehr in die Online-Welt zu verschieben. Funktionieren das virtuelle und reale Leben und Finden eines Geschlechtspartners überhaupt noch ohne Facebook, Gayromeo und Grindr?

Eigentlich kennt das jeder von uns: Man ist online, in unterschiedlichen Portalen angemeldet, interagiert auf Shopping-Kanälen, in unterschiedlichen Foren und findet seinesgleichen einfach, schnell und unkompliziert online; und das nicht mehr nur zu Hause am Schreibtisch, sondern beim Einkaufen, im Café, in der U-Bahn, einfach überall. Und im Laufe der Zeit nimmt die Anzahl der eigenen Online-Identitäten zu. Man kann unverbindlich und mehr oder weniger geschützt mit seinen unterschiedlichen Nicknames teilweise unüberlegte Kommentare hinterlassen, ohne sich danach rechtfertigen oder reale Konfrontationen eingehen zu müssen. Es ist so einfach, ein positives Feedback zu erhaschen, sei es über ein „Like“, einen „Tapser“ oder die Anzahl der Klicks anderer. Man kann sogar die Anzahl dieser positiven Feedbacks geschickt optimieren,  hat plötzlich Hunderte von Online-Freunden und verliert sich vielleicht in einer Art Sucht, glücklich in den Weiten des Internets oder im Alleinsein. Aber muss denn so etwas passieren?

In der letzten Zeit habe ich des Öfteren kleine Beiträge, Filmchen und Reminder gesehen, die auf die Gefahr der Online-Welt und das Risiko hinweisen, reale Freunde durch Online-Aktivitäten zu verlieren. Und genauso interessant, aber selten ist es geworden, Menschen zu treffen, die weder bei Facebook, Gayromeo und Co. angemeldet sind. Vielleicht hat der eine oder die andere sogar noch die romantische Idee, irgendwann einmal einen Partner ohne die oben genannten sozialen Netzwerke zu finden; jemandem bei einer gemeinschaftlichen Aktion kennenzulernen, der nach dem ersten Blick nicht gleich in sein Smartphone starrt, um das Alias des anderen in den unterschiedlichen Netzwerken online zu finden. Auch diese romantische Idee wird sicherlich immer seltener. Und gibt es überhaupt noch ein Zurück?

Immer öfter fällt es schwer, sich bei der Einfachheit der Online-Kommunikation um die anstrengenden Realwelt-Verpflichtungen zu kümmern. Online glaubt man, schon jemanden zu kennen, bevor man sich die Mühe und die Anstrengungen machen muss, ihn erst einmal in der realen Welt kennenzulernen. Und der Prozess des Sich-Verlierens kommt schleichend, denn man ist ja offensichtlich glücklich dabei. Also, was solls? Es ist eben einfacher Suchmaschinen für alles zu benutzen, was wir benötigen: Für den Mann mit der richtigen Größe, das richtige Alter, den gleichen Vorlieben, Sternzeichen, Schulabschlüssen, und und und … Wie mühsam und lang ist der Prozess, diesen vielen Ansprüchen in der realen Welt gerecht zu werden. Wieso scheint es aber in der virtuellen Welt so gut und schnell zu funktionieren?

Die Antwort liegt in der Qualität der Beziehungen und der Entscheidung, wie groß und nachhaltig diese Qualität sein soll. Wer also ab einem gewissen Punkt, eine gefundene Beziehung vertiefen will, der wird das nicht auf Facebook, Gayromeo und Grindr erreichen. Möchte ich also etwas Reales, eine wirkliche Berührung, die längerfristig auf Vertrauen beruht, dann muss ich so oder so die Anstrengungen der normalen Kommunikation in Kauf nehmen und einen längeren, aber spannenden Prozess meistern, der mit vielen intensiven Schmerzen verbunden ist. Aber letztendlich ist doch das, was der reale Mensch braucht: Das Gefühl am Leben zu sein und daran teilzunehmen.

Tame your virtual identities!

Eure Bambi Szeen

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Voices Benefizkonzert für AIDS-Waisen in Namibia

Am letzten Freitag fand das alljährliche Voices-Konzert in der Berlin-Charlottenburger Trinitatiskirche statt, bei dem Spendengelder für AIDS-Waisen in Namibia gesammelt werden. Die Spenden gehen an den Berliner Verein Weltfriedensdienst, der das Geld an Projekte im Bezirk Katutura in Namibias Hauptstadt Windhoek weiterleitet. Durch diese Erlöse werden AIDS-Waisen vor Ort mit Schuluniformen und Schulmaterialien versorgt und ihnen Bildung ermöglicht.

Das jährliche Konzert fand dieses Jahr schon zum 12. Male statt. Dieses Mal waren die Musiker des Brass-Collegiums Berlins, die Sänger von naturenoise, die Pianistin Beatrice Wehner und der RosaCavaliere-A-capella-Chor an dem Konzertprogramm beteiligt. Trotz der doch recht gewöhnungsbedürftigen Akustik in der Kirche und der langen Moderation zwischen den Künstlerauftritten waren die musikalischen Beiträge beeindruckend. In der Pause des Konzerts wurde neben der Verköstigung der Besucher durch die Gemeinde der Trinitatiskirche Kunsthandwerk aus Namibia verkauft, wobei alle Arbeiten wie Schmuck, Postkarten und Puppen in handwerklichen Projekten vor Ort in Namibia hergestellt werden.

Wer das Konzert verpasst hat, ist natürlich trotzdem dazu eingeladen, Spenden für diesen guten Zweck an den Weltfriedensdienst zu überweisen. Nähere Informationen gibt es dazu auf der Homepage www.wfd.de. Für den musikalischen Verlust sei erwähnt, dass am 21. und 22. Dezember das alljährliche Konzert „Schöne Bescherung“ in der Zwölf-Apostel-Kirche in Berlin-Schöneberg stattfindet, das durch homosexuelle Musiker und Sänger aus Berlin und Umgebung gestaltet wird. Nähere Informationen zu diesem Konzert gibt es unter dem Link des Veranstalters: www.maenner-minne.de.

Eure Bambi Szeen

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25 Jahre nach dem Mauerfall

Am kommenden Sonntag, dem 9. November, begehen die Deutschen, die Berliner und alle Besucher Berlins den 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und feiern somit das Symbol der deutschen Wiedervereinigung. Aber nicht nur am Sonntag wird dieses Jubiläum zelebriert, sondern schon viele Tage im Voraus wurden unterschiedliche Angebote, Veranstaltungen und Reden in Berlin abgehalten und Dokumentationen und Übertragungen im Fernsehen gezeigt. Ich selbst war beispielsweise gestern beim Berliner Gespräch der CDU Deutschlands im Konrad-Adenauer-Haus und bin am letzten Wochenende mit Begeisterung die Berliner Lichtmauerinstallation entlang marschiert. Warum ist es wichtig, dieses Ereignis zu würdigen?

Nach 25 Jahren Wiedervereinigung ist in Berlin immer noch das eine oder andere Überbleibsel der Trennung zu erkennen. Der Prozess des Zusammenwachsens ist noch nicht abgeschlossen. Und es ist unglaublich spannend die noch vorhandenen Rudimentäre der Trennung zu erkennen und den langsamen Wiederverschmelzungsprozess zu beobachten: Sei es die neue Tram am Hauptbahnhof oder überhaupt der gesamte Regierungsbereich, Potsdamer Platz, generell die neuen Vernetzungen infrastruktureller Art und die Vielfältigkeit aus der damaligen Dezentralisiertheit. Ich jedenfalls nehme diese Veränderungen, einmal von den negativen Seiten der Gentrifizierung abgesehen, sehr positiv wahr. Trotz der positiven Veränderungen, die heute vielleicht zu verzeichnen sind, darf nicht vergessen werden, dass es gerade einmal 25 Jahre her ist, dass in Berlin beispielsweise Menschen getötet worden sind, nur weil sie frei darüber entscheiden wollten, wo sie hingehen, leben und arbeiten wollen.

Beim Berliner Gespräch wurde von allen Beteiligten, unter anderen vom neuen Generalsekretär der  CDU Dr. Peter Tauber und unserer Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, trotz der Feierlichkeiten darauf hingewiesen, dass die DDR ein Unrechtsregime war und so in Erinnerung behalten werden sollte. Denn auch, wenn die friedliche Revolution als Auslöser des Mauerfalls von vielen oft als vorbildlicher Prozess in der deutschen Geschichte dargestellt wird, sollte sich die Teilung Deutschlands, das unendliche Leid vieler Beteiligter sowie das innere und äußere Gespaltet-Sein der Deutschen nicht wiederholen. Gerade auch Homosexuelle hatten es durch die Staatssicherheitsbehörde (Stasi) nicht leicht: Sie wurden verfolgt, gedemütigt und oft in den Selbstmord getrieben. Und trotzdem ist es wie es ist: Die Trennung Berlins, die Entmilitarisierung und die fehlende Wehrpflicht in West-Berlin haben die Stadt zu dem gemacht was sie heute ist – die Schwulenhochburg Europas.

Am Sonntag wird die von den Brüdern Christopher Bauder und Marc Bauder konzipierte Lichtmauer bestehend aus ca. 8.000 mit Helium gefüllten Ballons in den Himmel steigen und erlöschen. Die Installation begeistert und stellt vor allem auch für Touristen eine Attraktion dar. Aber auch hier sollte nicht die Beschönigung der Mauer, sondern der Prozess der Mauerauflösung im Mittelpunkt stehen. Denn der Weg entlang der Lichtergrenze ruft viele Erinnerungen wach: Wie es einmal war und wie nie mehr sein sollte.

Nichts sollte unsere Nation mehr spalten, weder eine Betonmauer, noch die Mauern in unseren Köpfen.

Eure Bambi Szeen

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(In)Toleranz in der Community: Von hohen Erwartungen, Enttäuschungen und kollektiven Maßnahmen

Diskriminierung und Intoleranz gegenüber Homosexuellen sind immer noch, ich muss es leider schreiben, ein doch recht alltägliches Phänomen. Sie begegnen einem jeden Tag, sei es direkt, indirekt, bewusst oder unbewusst und zumeist schein-legitimiert hinter den austauschbaren Begründungen wie dem Schutz der Kinder und der Bereinigung widernatürlicher Erscheinungen. Aber oft bedarf es gar keiner Begründung für Intoleranz, denn alles was anders ist, wird oft scheinbar erst einmal in irgendeiner Form negativ-konnotiert bewertet. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass nicht nur eine Minderheit aus Anderssexuellen von einer Mehrheit diskriminiert wird, sondern solche Bestrebungen auch innerhalb der Minderheit gegen sich selbst auftreten. So hat beispielsweise eine kürzlich ins Leben gerufene, interessante Kampagne der Deutschen AIDS-Hilfe auf derartige Ausgrenzungen innerhalb der sogenannten Community aufmerksam gemacht und für die Akzeptanz der Vielfalt in den eigenen Reihen geworben. Meine Beobachtung der Reaktionen innerhalb der Community hat dabei die Frage aufgeworfen: Warum sollten Schwule toleranter sein als der Rest der Bevölkerung?

Das Werben für mehr Toleranz ist wichtig und generell unabhängig davon, in welcher sozialen Schicht sich die Empfänger befinden, wie intelligent sie sind und welcher Minderheit oder Mehrheit sie angehören. In diesem Zusammenhang ist die oben erwähnte Kampagne der Deutschen AIDS-Hilfe absolut zu unterstützen und sollte weiterführend nicht nur für ihren Spezialfall ein Vorbild sein. Aus meiner Sicht muss nämlich jedes Mitglied einer Gesellschaft immer und immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden, tolerant und freundlich mit seinen Mitmenschen umzugehen. Und die Wichtigkeit dazu ergibt sich mir einfach aus der Natur des Menschen. Es ist ja nicht so, dass sich die Mehrheit nur intolerant gegenüber Anderssexuellen verhalten würde: Nein, sie tut es auch sich selbst gegenüber. So sind Diskriminierungen unterschiedlicher Menschen auch unabhängig von deren Sexualität gang und gäbe. Die negative Bewertung von jedweder Andersartigkeit scheint vielleicht sogar einem soziologischen Grundgesetz zu folgen. Gruppentheorien stellen beispielsweise einerseits eine Erklärung der Abgrenzung von Außenseitern, also Nicht-Gruppenmitgliedern, durch deren katalytische Wirkung auf die Dynamik der Gruppe und allen Gruppenmitgliedern bereit. Oder beschreiben andererseits die Sanktionierung von Gruppenmitgliedern durch die Gruppe, wenn diese gegen die gemeinsamen Normen und Werte verstoßen. Aber ganz egal, welches Erklärungsmodell man zurate ziehen mag, mir erscheint der Auftrag gegen Intoleranz und Diskriminierung eine kollektive Verantwortung  mit sich zu führen.

Die Frage ist nun, was kann oder sollte toleriert werden und was nicht? Was sind oder sollten die Normen und Werte unserer Gesellschaft sein? Die Antwort geben wie so oft aus meiner Sicht die Menschenrechte und das Recht jedes Menschen auf Gleichheit. Der erste Schritt wäre also dieses Recht auch innerhalb der Gesellschaft zu geltendem Recht zu machen und es gesetzlich zu verankern. Der nächste Schritt ist, diese Gesetze anzuwenden und Verstöße gegen diese zu sanktionieren. Aber die höchste Stufe wäre das generelle Aufbauen einer Toleranz gegenüber Andersartigkeit innerhalb dieser definierten Gesetze und Menschenrechte. Leichter gesagt als getan! In einer Gesellschaft, in der so viele nach gesellschaftlicher Anerkennung dürsten und frustriert sind, wenn sie diese nicht bekommen, ist es schwierig ein generelles Umdenken hervorzubringen, sich durch Andersartige nicht angegriffen oder gekränkt zu fühlen, diese zu ertragen, im letzten Schritt als Bereicherung zu erfahren und ihnen freundlich zu begegnen. Auch dann, wenn diese nicht ins sexuelle Beuteschema passen!

Natürlich ist es eine romantische Idee, die Community zu stärken und gemeinsam für die Gleichberechtigung in der Gesellschaft zu kämpfen. Aber ein Angehöriger der sexuellen Minderheit ist, wofür wir auch kämpfen, ein Mensch wie alle anderen auch und somit nicht besser oder schlechter als der Rest der Gesellschaft. Die Mitglieder der sexuellen Minderheit, die oft als Community bezeichnet wird, sind keine große Familie und es wäre falsch, alle Anderssexuellen wie Familienmitglieder zu sehen oder zu behandeln. Dies fördert Enttäuschungen und provoziert Niederlagen auf dem Weg zur Gleichberechtigung. Diskriminierungen und Intoleranz sind ein gesamtgesellschaftliches Problem und sollten auch als solches behandelt werden. Es muss also anscheinend eher eine immer wiederkehrende kollektive Maßnahme her, um alle Menschen periodisch darauf aufmerksam zu machen, tolerant gegenüber Mitmenschen zu sein und Vielfalt zu akzeptieren.

Ich sage auch, sei wie du bist, aber nicht nur in der Community!

Eure Bambi Szeen

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Teddy Award Gewinner in der Gay-Filmnacht: Der Kreis

Im Rahmen der Gay-Filmnacht habe ich letzte Woche Freitag, am 17.10.2014, den Film „Der Kreis“ im Cinemaxx am Potsdamer Platz geschaut. Dieser Film von Stefan Haupt hat in der Kategorie bester Dokumentar/Essay-Film den Teddy Award 2014 in Berlin gewonnen. Nun ist der Film im Kino angelaufen und die Premiere wurde zuvor deutschlandweit in ausgewählten Kinos in der sogenannten monatlich stattfindenden Gay-Filmnacht gezeigt, in der regelmäßig schwule Filme vor ihrem Kino- oder DVD-Start vorgeführt werden. Warum muss man diesen Film unbedingt gesehen haben?

Der Kreis ist eine Mischung aus Spielfilm und Dokumentation – eine Technik, die beispielsweise auch öfter bei Rosa von Praunheim ihre Verwendung findet. Die Handlung des Films spielt in Zürich in den 1950er und 60er Jahren, in denen sich der schüchterne Lehrer Ernst Ostertag in den Subkultur weit bekannten Travestie-Künstler Robert Rapp verliebt. Beide Männer, die heute immer noch ein Paar sind und sich sogar im Jahre 2003 als erstes gleichgeschlechtliches Paar das Ja-Wort gegeben haben, werden für den Dokumentarfilmteil interviewt und erzählen über ihre Erinnerungen aus damaliger Zeit in Zürich. Im Schauspielteil werden die beiden Liebhaber von Matthias Hungerbühler und Sven Schelker in überzeugender Schauspielkunst verkörpert, nicht zu vergessen die Mutter von Robert Rapp gespielt von Marianne Sägebrecht.

Kennengelernt haben sich die zwei Männer in der Gruppe „Der Kreis“, der die gleichnamige Homosexuellenzeitschrift verlegte und den Titel des Films bestimmt. Die Zeitschrift war geheim, die Beiträge wurden auf Deutsch, Englisch und Französisch verfasst und alle zwei Monate an einen exklusiven Abonnementenkreis verschickt. Aufgrund mehrerer Morde im Strichermilieu wurden dann in der liberalen und schwulenfreundlichen Stadt Zürich im Laufe der 60er Jahre vermehrt Razzien durchgeführt, um schwule Männer zu registrieren und so angeblich die Morde aufklären zu können. Als Folge der Registrierung musste der Verlag des Kreises, der zu besten Zeiten 2000 Abonnementen zählen konnte, im Jahre 1967 endgültig geschlossen werden.

Der Spielfilmteil kann die Liebesgeschichte der beiden Männer zu der Zeit des Kreises und der Strichermorde in Zürich eindrucksvoll beschreiben. Die Zeitschrift selbst und die einzigartigen und legendären Feste der Verlagsgruppe hatten eine enorme Bedeutung für die Homosexuellenbewegung des Abonnementenkreises und können in liebevoller und stimmungsvoller Atmosphäre dargestellt werden.

Der Film ist sowohl aus romantischer, als auch aus historischer Sicht unbedingt sehenswert.

Ich wünsche Euch viel Spaß in diesem bezaubernden Film.

Eure Bambi Szeen

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